Elementarschaden-Pflichtversicherung: Kommt sie 2026 oder 2027?
Seit der Ahrtal-Flut 2021 und weiteren Extremwetter-Ereignissen wird politisch über eine Elementarschaden-Pflichtversicherung debattiert. Im Juni 2024 stimmte der Bundesrat einstimmig dafür. Der Stand April 2026 und was du trotzdem bereits heute tun solltest.
Nachteil Pflicht: Bürokratie, hohe Prämien in Risikogebieten
Vorteil Opt-out: Freiheit, trotzdem hohe Abdeckungsquote (~90 %)
Häufige Fragen
Kommt die Elementarschaden-Pflichtversicherung 2026?
Ob sie 2026 oder später eingeführt wird, ist Stand April 2026 politisch offen. Der Bundesrat hat im Juni 2024 einstimmig dafür gestimmt, die Bundesregierung prüft weiter. Ein konkreter Gesetzentwurf liegt noch nicht vor.
Was kostet Elementarschadenschutz heute?
Das hängt stark von der ZÜRS-Zone ab. Für ein Einfamilienhaus in ZÜRS 1 (geringes Risiko): ca. 50–150 €/Jahr Aufpreis. In ZÜRS 4 (Hochrisiko, z.B. Ahrtal): deutlich teurer, oft 500 €+.
Was sind ZÜRS-Zonen?
ZÜRS steht für "Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen". Es gibt 4 Gefährdungsklassen. Die Einstufung bestimmt Prämien und Versicherbarkeit. Du kannst die Zone für deine Adresse beim GDV (kompass-naturgefahren.de) kostenlos prüfen.
Ist die Wohngebäudeversicherung Pflicht?
Nein, aktuell nicht. Sie ist aber bei Immobilienfinanzierung de facto Pflicht (Banken verlangen sie fast immer). Die Pflicht-Debatte betrifft die Zusatzversicherung Elementarschäden.
Lohnt sich Elementarschutz auch in "sicheren" Gebieten?
Ja. Starkregen kann überall auftreten (auch in Hanglagen, Innenstädten mit Kanalisationsproblemen). Die Prämien in ZÜRS 1/2 sind moderat, der Schutz kann Hunderttausende Euro wert sein.