Die PKV bietet oft bessere Leistungen als die gesetzliche Krankenversicherung: Chefarzt, Einbettzimmer, schnelle Termine. Wir zeigen, für wen sich welcher Tarif lohnt.
Erstattung auch für Brillen, Zahnersatz, Heilpraktiker
Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit
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Wer kann in die PKV?
In die PKV können Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze, Selbstständige, Freiberufler, Beamte und Studenten wechseln.
Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze (2026: 77.400 € brutto/Jahr, 2027 laut Kabinettsbeschluss: 84.150 €)
Selbstständige und Freiberufler (unabhängig vom Einkommen)
Beamte und Referendare
Studenten und Hochschullehrer
Welche Vorteile hat die private Krankenversicherung?
Die PKV bietet vertraglich zugesicherte Leistungen, freie Arzt- und Krankenhauswahl, Chefarztbehandlung und meist deutlich höhere Erstattungen beim Zahnersatz.
Leistungsumfang vertraglich zugesichert (kein Gesetzgeber-Risiko wie GKV)
Wahlarzt / Chefarzt
Einzel- oder Zweibettzimmer
Freie Arzt- und Krankenhauswahl
Zahnersatz bis 90-100 % statt GKV-Festzuschuss von 60–75 % der Regelversorgung
Bis zu 6 Monatsbeiträge zurück bei Leistungsfreiheit
Welche Nachteile hat die PKV?
Die größten Nachteile sind steigende Beiträge im Alter, die fehlende Familienversicherung und die oft schwierige Rückkehr in die GKV.
Kinder / Ehepartner ohne eigenes Einkommen müssen separat versichert werden (keine Familienversicherung)
Beitragssteigerungen im Alter (wobei Altersrückstellungen bestehen)
Rückkehr in GKV oft schwierig (außer bei Einkommensrückgang oder Ausland-Aufenthalt)
Gesundheitsprüfung bei Abschluss
Vorleistung beim Arzt, Erstattung später
Worauf solltest du beim PKV-Vergleich achten?
Entscheidend ist nicht nur der Anfangsbeitrag, sondern auch, wie sich die Beiträge im Alter entwickeln, also Altersrückstellungen und Beitragsentlastung im Rentenalter.
Nicht nur Anfangsbeitrag vergleichen, auch die Beiträge im Alter zählen
Grob: Für Singles mit einem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze (2026: 77.400 € brutto) oft ja. Für Familien mit Kindern (wenn Partner ohne eigenes Einkommen) eher nein, weil Kinder separat versichert werden müssen.
Was kostet die PKV?
Das hängt vor allem von Eintrittsalter, Gesundheit und Leistungsumfang ab. Einsteigertarife für junge, gesunde Versicherte gibt es oft ab ca. 350 €/Monat, Komforttarife kosten meist 500-700 €/Monat, Premium 700-1.000+ €/Monat. Plus Pflegepflichtversicherung (~60 €). Der Basistarif ist dagegen kein Spartarif: Sein Beitrag liegt je nach Alter oft nahe am Höchstbeitrag von 1.017,18 €/Monat (2026).
Kann ich zurück in die GKV?
Schwer. Für Angestellte nur bei Einkommen unter Versicherungspflichtgrenze und Alter unter 55. Ansonsten: Standardtarif oder Basistarif als "light-Version" der PKV.
Wie steigen Beiträge im Alter?
Durch Altersrückstellungen und gesetzliche Pflegepflichtversicherung. Gute Tarife mit hohen Rückstellungen halten Beiträge stabiler. Im Schnitt ca. 3–4 % pro Jahr über die gesamte Laufzeit.
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