Die PKV bietet oft bessere Leistungen als die gesetzliche Krankenversicherung – Chefarzt, Einbettzimmer, schnelle Termine. Wir zeigen, für wen sich welcher Tarif lohnt.
Auf einen Blick
Chefarzt-Behandlung und Einzelzimmer
Kurze Wartezeiten beim Facharzt
Erstattung auch für Brillen, Zahnersatz, Heilpraktiker
Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit
Wer kann in die PKV?
Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze (2026: 73.800 € brutto/Jahr)
Selbstständige und Freiberufler (unabhängig vom Einkommen)
Beamte und Referendare
Studenten und Hochschullehrer
Vorteile der PKV
Leistungsumfang vertraglich garantiert (kein Gesetzgeber-Risiko wie GKV)
Wahlarzt / Chefarzt
Einzel- oder Zweibettzimmer
Freie Arzt- und Krankenhauswahl
Zahnersatz bis 90-100 % statt 50-65 % GKV
Bis zu 6 Monatsbeiträge zurück bei Leistungsfreiheit
Nachteile / Risiken
Kinder / Ehepartner ohne eigenes Einkommen müssen separat versichert werden (keine Familienversicherung)
Beitragssteigerungen im Alter (wobei Altersrückstellungen bestehen)
Rückkehr in GKV oft schwierig (außer bei Einkommensrückgang oder Ausland-Aufenthalt)
Gesundheitsprüfung bei Abschluss
Vorleistung beim Arzt, Erstattung später
Worauf beim Tarifvergleich?
Nicht nur Anfangsbeitrag vergleichen – Beiträge im Alter zählen
Grob: Für Singles mit > 73.800 € Brutto meist ja. Für Familien mit Kindern (wenn Partner ohne eigenes Einkommen) eher nein, weil Kinder separat versichert werden müssen.
Was kostet die PKV?
Basistarif ab ca. 350 €/Monat, Standardtarif 500-700 €/Monat, Premium 700-1.000+ €/Monat. Plus Pflegepflichtversicherung (~60 €).
Kann ich zurück in die GKV?
Schwer. Für Angestellte nur bei Einkommen unter Versicherungspflichtgrenze und Alter unter 55. Ansonsten: Standardtarif oder Basistarif als "light-Version" der PKV.
Wie steigen Beiträge im Alter?
Durch Altersrückstellungen und gesetzliche Pflegepflichtversicherung. Gute Tarife mit hohen Rückstellungen halten Beiträge stabiler. Im Schnitt ca. 3–4 % pro Jahr über die gesamte Laufzeit.