Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen Teil der Pflegekosten. Die Pflegezusatzversicherung schließt diese gefährliche Lücke – oft mehrere tausend Euro pro Monat.
Auf einen Blick
Schließt die Pflegelücke (bis 3.000 €/Monat)
Pflegetagegeld, Pflegerente oder Pflege-Bahr
Staatliche Förderung beim Pflege-Bahr (5 €/Monat)
Je früher abgeschlossen, desto günstiger
Die Pflegelücke verstehen
Bei Pflegegrad 5 (schwerste Pflegebedürftigkeit) zahlt die gesetzliche Pflegekasse bei stationärer Pflege 2.005 €/Monat. Die Gesamtkosten im Pflegeheim: 4.000–5.500 €/Monat. Deine Lücke: 2.000-3.500 €/Monat – oft aus Rente und Vermögen zu zahlen. Reichen beide nicht: Kinder haften (bei > 100.000 € Einkommen).
Die 3 Produktvarianten
Pflegetagegeld: Feste Tagesauszahlung je nach Pflegegrad (frei verwendbar)
Keine erneute Gesundheitsprüfung bei Erhöhungsoption
Häufige Fragen
Wann abschließen?
So früh wie möglich – am besten zwischen 40 und 50 Jahren. Dann sind Beiträge moderat und Gesundheitsprüfung unproblematischer.
Was kostet eine Pflegezusatz?
Bei Abschluss mit 45 Jahren und 1.500 €/Monat Pflegetagegeld bei Pflegegrad 5: ca. 40–60 €/Monat. Später abgeschlossen deutlich teurer.
Was ist Pflege-Bahr?
Staatlich geförderte Variante: Der Staat legt 5 €/Monat dazu, wenn du mindestens 10 €/Monat selbst zahlst. Allerdings oft schlechtere Leistungen. Nur bei günstigem Tarif Sinn.
Haften Kinder für Pflegekosten der Eltern?
Seit 2020 nur wenn Brutto-Einkommen über 100.000 €/Jahr. Die Angehörigen-Entlastungsgesetz schützt die meisten Kinder. Aber: Das eigene Vermögen der Eltern wird vorher verbraucht (bis auf Schonvermögen).